„Deutschland ist zu weltoffen für so ein Verbot“

Kurze Widerlegung:

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Deutschland kann es sich nicht leisten, kosmopolitische Gäste zu verprellen, die aus der restlichen Welt saubere Luft gewöhnt sind – mit einem Anachronismus wie einer Raucherlaubnis.

Lange Widerlegung:

In einem erheblichen Teil der zivilisierten Welt braucht der Reisende nicht darüber nachzudenken, ob und wie er zur atembaren Abendgestaltung schreitet, er geht einfach aus.

Macht er sich in Deutschland mit der gleichen Selbstverständlichkeit auf den Weg, hat er eine gute Chance, beim Betreten der Lokalität eine längst überkommen geglaubte Gestankskeule mitten ins Gesicht zu kriegen, bevor er sich direkt danach mit Grausen wendet und auf diese Weise herausfindet, daß vor dem rauchfreien Besuch eine Cocktailbar erstmal eine halbe Stunde Internet- und Telephonrecherche notwendig ist – womöglich zu Hoteltarifen – und im Anschluß vielleicht noch eine Reise in einen entfernteren Ortsteil.

Eine eindeutige, einheitliche und lokalitätsunabhängige Regelung, namlich der ausnahmslose Nichtraucherschutz: Das wäre wahre internationale Orientierung und Weltgewandtheit. Stattdessen wird unter diesem Deckmantel fälschlich versteckt, eine Lösung „für alle“ anzubieten – was sie genau nicht ist und Geschäftsreisende, Touristen und internationale Gäste ohne Not vor den Kopf stößt.

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